Herzlich willkommen,
auf den Hambacher Webseiten. Ich begrüße Sie recht herzlich in meiner Funktion als Ortsvorsteherin des Dorfes Hambach. Ich möchte Ihnen an dieser Stelle einige allgemeine Informationen zu unserem Dorf und dessen Entwicklung geben.

Das Dorf Hambach, heute „Stadtteil“ der Kreisstadt Heppenheim an der Bergstraße, liegt im nördlichsten der drei Täler, die aus dem Odenwald ins Heppenheimer Stadtgebiet verlaufen und die Stadt sowie das westliche Vorland mit frischer Luft versorgen.
Genau genommen sind es zwei Dörfer: der Hauptort Unter-Hambach und das wesentlich kleinere, vier Kilometer weiter östlich nahe dem Ursprung des Hambachs gelegene Ober-Hambach.

Hambach, das 1165 erstmals urkundlich erwähnt wurde, ist ein typisches Waldhubendorf. Im Tal drängt sich Haus an Haus, die fleißigen Bewohner haben in früheren Zeiten die sich dahinter bergauf ziehenden schmalen Huben bewirtschaftet.
Das Dorf Hambach gehörte im frühen Mittelalter zu dem in ganz Deutschland begüterten Kloster Lorsch. Im Hochmittelater kam es mit Heppenheim an das Kurfürstentum Mainz (1232), im ausgehenden Mittelalter fiel es an den Pfälzer Kurfürsten, 1803 an das Großherzogtum Hessen-Darmstadt.
Die Besiedlung des Hambacher Tales, das heute zu den schönsten Tälern des vorderen Odenwaldes zählt, erfolgte wohl im Verlauf des 10. Jahrhunderts. Wegen der engen Tallage war bis in unsere Zeit keine erhebliche Ausdehnung möglich. Trotzdem hatte das Dorf im 19. Jahrhundert schon gegen 1000 Einwohner, 1950 waren es 1600. Heute (2010) hat Unter-Hambach knapp 1400, Ober-Hambach etwa 246 Einwohner, und auch dies nur deshalb,  weil dort die weltberühmte Odenwald-Schule angesiedelt ist, aus der viele bekannte und berühmte Deutsche wie Klaus Mann, Daniel Cohn-Bendit und Amelie Fried hervorgegangen sind.

Erst in den fünfziger Jahren des 20. Jahrhunderts begann eine rege Bautätigkeit; damals wurden der obere Burgweg und das Schafhaus bebaut, in der Folgezeit entstanden Neubaugebiete im Schalbert, am Herdweg und am Kränzenberg sowie im Oberdorf, dem talaufwärts gelegenen Teil Unter-Hambachs.Die Hambacher waren größtenteils einfache Bauern, zum Teil auch Schmiede, Müller, Bäcker u.a.

Zeitweise gab es auch eine Metzgerei in Hambach. Viele von ihnen betrieben auch Weinbau. Reiche Leute gab es kaum im Dorf. Die vorwiegend katholische Bevölkerung hat bis in unsere Gegenwart den Stolz auf ihre Eigenart und auf hergebrachte Bräuche bewahrt. Die Hambacher „Brennnesselkerwe“ ist die erste im Jahr in weitem Umkreis. Die örtlichen Vereine (DRK, Freiwillige Feuerwehr, der Turn- und Sportverein (TSV) und der Gesangverein) prägen noch heute das Dorfleben. Die von allen vier Vereinen ausgerichtete Hambacher Fastnacht, die HABAFA, und das von der Pfarrgemeiden St. Michael getragene Mundarttheater ziehen regelmäßig Gäste aus dem Dorf und dem weiteren Umland an.
Hambach hat eine eigene Grundschule und einen kommunalen Kindergarten, zwei Gastwirtschaften verköstigen Einheimische wie Durchreisende. Im Zuge der Dorferneuerung (seit 2010) wird sorgsam darauf geachtet zu verhindern, dass Hambach zur Vorstadt mutiert und damit seinen selbständigen dörflichen Charakter verliert.
Freilich geht der soziale und wirtschaftliche Wandel nicht spurlos an Hambach vorbei. Gab es im Jahr 1970 noch 26 Vollerwerbsbauern, so sind es 2010 gerade noch vier, von denen einer (in Ober-Hambach) ein Bio-Landwirt ist. Allerdings gibt es noch eine größere Zahl von landwirtschaftlichen Nebenerwerbsbetrieben. Die meisten Hambacher arbeiten heute in Heppenheim oder in der Region Starkenburg, auch in Weinheim, ferner viele in den Industriezentren Rhein-Main und Rhein-Neckar.Die geographische Lage im Tal mit steilen Hängen ist verantwortlich für die einmalige Schönheit des Dorfes, setzt aber weiterer Besiedlung enge Grenzen.
Die Talhänge können nicht weiter bebaut werden, weil dadurch Fallwinde abgelenkt würden und das Kleinklima erheblich verschlechtert wird. Gebaut werden kann in Hambach allenfalls noch „im Bestand“, das bedeutet: alte Hofreiten können um- und ausgebaut, „Baulücken“ können geschlossen werden.
Dafür sind im Tourismus interessante Entwicklungsmöglichkeiten zu sehen. Es gibt heute schon Ferienhäuser und Pensionen im Dorf. Als Ausgangspunkt für Wanderungen in den Odenwald, auch für Radwanderungen ins westlich vorgelagerte Ried bis hin zur alten Kaiserstadt Worms hat Hambach bedeutende Zukunftschancen.
Sie sehen das unser Dorf eine interessante Geschichte hinter sich hat und sich ständig entwickelt hat.

Wir, die Hambacher Bürger, würden uns freuen auch Sie als Gast in unserem schönen Dorf begrüßen zu dürfen.
Ich wünsche Ihnen viele interessante Einblicke die Sie durch diese Webseite bekommen werden.
                                                                        Vielleicht treffen wir uns einmal
                                                                            im Tal der Rosen.....
                                                                                                                    Ihre Renate Netzer